Englisch, Mathe und Deutsch in den Ferien

Paulus-Schule organisiert erstmalig Sommerschule

„And now we switch to English,“ heißt es im Klassenraum der Paulus-Schule. Es werden fünf Dinge gesucht, die man im Sommer tun kann . „Swimming, bicycle riding, go with the dog, playing football and playing basketball“ sind schließlich die Antworten. Und fünf Farben, fünf Dinge, die man essen kann und fünf Dinge, die im Zimmer herumliegen. Einige der jungen Menschen des 6. Jahrgangs zeigen sofort auf, andere überlegen noch. Eigentlich eine ganz normale Unterrichtssituation. Was so nicht ganz normal ist: Dieser Unterricht fand bei uns in den Sommerferien während der ersten Sommerschule statt.

Die Pandemie der letzten Monate stellte alle Schulen vor die Herausforderung den Schulalltag neu zu denken und zu organisieren. Begleitet hat uns dabei immer die Frage: Was können wir unseren Schülerinnen und Schülern noch anbieten? Wie können wir sie in dieser besonderen Zeit noch mehr unterstützen?

Nach einer Vorabfrage bei allen Familien zeigte sich im Juni schnell, dass das Interesse am Sommerschulunterricht in den drei Hauptfächern aller Jahrgänge gleichermaßen groß ist. Es wurden schließlich 57 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5-9 verbindlich angemeldet, wobei die Nachfrage im 9. (also dem kommenden 10.) Jahrgang besonders hoch war. So wurden vom 17. bis 26. August jeden Vormittag in drei Zeitstunden Mathematik, Deutsch und Englisch unterrichtet. Die Inhalte des freiwilligen Sommerunterrichts hatten die Lehrkräfte der Oberschule vorab für die Teilnehmenden erstellt. Die Umsetzung vor Ort übernahmen acht Studierende des Master of Education Studienganges der Universität Oldenburg. Diese bescheinigten den Schülerinnen und Schülern eine hohe Motivation und gute Mitarbeit.

Wichtig war es, die Sommerschule für die Familien kostenlos anbieten zu können. Honorare für den Unterricht und die Vorbereitung galt es dennoch zu finanzieren. Die nicht unerhebliche vierstellige Summe trägt zur Hälfte der Schulträger, die Schulstiftung St. Benedikt. Die andere Hälfte übernimmt die Oldenburger "Marius Eriksen Stiftung". Sie finde die Idee einer Sommerschule ganz klasse, sagte Renate Eriksen direkt. Sie leitet die von ihrem Vater ins Leben gerufene Stiftung, welche inzwischen auf zwanzig Jahre erfolgreiche Förderung von Bildungsangeboten zurückblicken kann. Der Paulus-Schule als Oberschule fühlt sich Frau Eriksen besonders verbunden. Dies zeigt auch ihr Engagement als Vorsitzende des Fördervereins der Schule. Vor allem für Schülerinnen und Schüler die kein Gymnasium besuchen, würden ihr solche Angebote wie die Sommerschule am Herzen liegen.

 

Die „Marius Eriksen Stiftung“ unterstützte im vergangenen Jahr mit 196.000 Euro viele Sozial- und Bildungsprogramme in Oldenburg. Zustiftungen sind jederzeit willkommen. Kt. Bremer Landesbank, IBAN: DE 05 2905 0000 2001 0929 75. Infos unter www.eriksen-stiftung.de.

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